Windenergie
Wind entsteht durch die unterschiedliche Erwärmung der Erdoberfläche ständig. Diese strömenden Luftmassen sind also unerschöpflich und aus diesem Grund zählt der Wind zu den erneuerbaren Energiequellen.Bereits vor Jahrhunderten machten sich Windmühlenbesitzer seine enorme Kraft zu Nutzen und mahlten mit Hilfe der Windenergie ihr Getreide. Auch heute noch existieren einige alte Mühlen und sind nach dem damaligen Prinzip funktionsfähig.
Die durch den Wind
bewirkte, wagerechte Drehbewegung des Windrades wird mittels einer Übersetzung
bzw. eines Getriebes in eine senkrechte Drehbewegung umgewandelt und somit
wiederum der Mühlstein in Bewegung gesetzt. Diverse Verbesserungen am Aufbau des
Windrades, wie z. B. das Spannen von Segeln, oder Mühlen mit einem Drehkopf,
ermöglichen, auch schwache oder sich drehende Winde zu nutzen.
Nach dem
gleichen Grundprinzip arbeiten heute die Windkraftmaschinen. Unzählige dieser
Windräder stehen auf freien, möglichst erhöhten Flächen, um die Kraft des Windes
maximal in Anspruch nehmen zu können.
Zur Gewinnung der Windenergie werden in
diesen modernen Anlagen die Drehzahlen der Windräder um ein Vielfaches erhöht.
Dies geschieht durch ein Getriebe mit mehreren Übersetzungen. So wird ein
riesiger Generator angetrieben, der in seiner Funktionsweise mit einem
Fahrraddynamo zu vergleichen ist. Der so erzeugte Strom kann dann zum
Verbraucher weiter geleitet werden.
Diese saubere Methode der Energiegewinnung wird gegenwärtig noch zu wenig in Betracht gezogen, um das von Politik und Wirtschaft anvisierte Ausmaß von einem Viertel der gesamten Stromversorgung zu erreichen.
Nicht alle Bundesländer haben landschaftlich so gute Voraussetzungen, um ganze Windparks zu errichten, wie es z. B. in Mecklenburg-Vorpommern der Fall ist. In bergigen Gegenden lassen sich die Windräder zwar in größeren Höhen aufbauen aber oft ist Fläche selbst sehr begrenzt, was die Stückzahl dieser Kraftmaschinen einschränkt.
Grenzen werden dem Bau dieser Energiegewinnungsanlagen auch durch den entstehenden Lärm gesetzt, der je nach Intensität des Windes und der Anzahl an Windrädern beachtlich sein kann und das Wohlbefinden der angrenzend lebenden Bevölkerung stark beeinträchtigt. Um gesundheitliche Schäden Betroffener zu vermeiden, muss jeweils ein Konsens gefunden werden, der auch den Interessen der Energiebetreiber entgegen kommt.
Nicht außer Acht zu lassen, sind die Bedenken und Einwände von Naturschützern. So entstehen viele Verluste bei Großvögeln, die gegen Rotorblätter prallen und zu Tode kommen oder sich schwer verletzen. Auch werden Tierarten, die auf Windparkgeländen leben bzw. lebten, durch den Bau direkt oder den entstandenen Lärm vertrieben und so in ihrem Bestand häufig zurück gedrängt.
In Anbetracht der absehbaren Erschöpfung der Ressourcen an Bodenschätzen wird es weder ratsam noch möglich sein, auf Windenergie zu verzichten, zumal auch die Sauberhaltung der Luft stets im Blickfeld aller Überlegungen für die zukünftige Energiegewinnung bleiben muss.
Gemeinsam mit der weiteren Nutzung und der Entwicklung von anderen erneuerbaren Energiequellen wird die Windenergie zukunftsträchtig bleiben und auch bei den angeführten Problemen gilt es, die berühmte "goldene Mitte" zu finden, um Vorteile, die einem Beteiligten entstehen, nicht zu ausschließlichen Opfern eines anderen wachsen zu lassen.
